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Die versunkene Stadt

Der letzte Hochofen in Duisburg ist bereits erloschen, doch wer hat es nicht allzu deutlich noch vor Augen, den Kampf der Stahlarbeiter und die Menschenkette der Solidarität.

Der Kampf gegen die Bosse hat alle zusammengeschweißt, Gewerkschafter und solche die mit Gewerkschaft nichts am Hut hatten. Doch hinter den Kulissen haben Politiker und Bosse die Fäden in der Hand gehalten.

160 Tage dauerte der größte Arbeitskampf der deutschen Nachkriegsgeschichte 1987 / 1988 in Duisburg, indem sich die größte theatralische und dramatische Geschichte der Nachkriegszeit ereignete und doch scheint diese Geschichte bei vielen schon wieder aus den Köpfen zu sein.

Doch das Reibekuchentheater in Duisburg Rheinhausen, in Mitten des Geschehen von damals hat mit 7 Schauspielern die gesamte Geschichte rekonstruiert. Auf einer übergroßen Leinwand wird die Geschichte noch einmal nachgespielt, wobei hier die Stahlarbeiter und Menschen als richtige Personen gespielt werden, und die Bosse und Bonzen, sowie Politiker als Puppenköpfe.

In einer noch nie dargewesenen und einmaligen Inszenierung hat das Reibekuchentheater es geschafft, selbst Fakten die vorher niemand

wusste zusammenzutragen und es wird einem klar, wie so etwas jemals geschehen konnte, und wie falsch die Politik zu den Menschen war.

Dies hält jedem ein Stück des alltäglichen Lebens vor Augen, wo wir oft nicht wissen, ob es Realität ist, oder was in Wirklichkeit passiert.

Die Aufführung ist so genial inszeniert, es werden die brennenden Hochöfen gezeigt und die Schauspieler zeigen die Inszenierung des Aufstandes, die gleichzeitig mit Originalbildern der Presse von damals im Hintergrund als Film läuft, so dass das Bühnenbild ein wahrhaft einziges Zusammenspiel bietet, dass man sich direkt im Geschehen von damals wiederfindet.

Wer dieses Stück noch nicht gesehen hat kann dies am 23. / 24.11. im Komma Theater in Duisburg noch einmal sehen, oder weitere Informationen über unsere Internetseite www.radiomagazin.de bekommen. Dort haben wir auch noch einmal den Link hinterlegt. Weitere Aufführungen sind bereits geplant und der Eintritt kostet nur 8 Euro.

Wir vom Popcorn-Magazin können dieses Stück nur wärmstens empfehlen, denn es ist einfach einzigartig und geht garantiert unter die Haut.